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Natur schützen


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Tiere im Nationalpark

Die Tierwelt des Nationalparks - mit etwas Ruhe und Geduld gibt es viel zu entdecken

Die Rufe des Wanderfalken hören. Spuren eines Rothirsches oder eines Luchses im Schnee finden. Geheimnisvolle Waldbewohner wie die Wildkatze beobachten. Vogelarten der Hochgebirge und Bergfichtenwälder wie Ringdrossel und Tannenhäher begegnen. Das sind Erlebnisse, die im Nationalpark Harz mit etwas Glück und Geduld möglich sind. Die verschiedenen Höhenstufen mit ihren unterschiedlichen Lebensbedingungen und ein nordisches Klima bieten außergewöhnlichen Arten Raum. Auch extreme Lebensräume wie Moore, Gebirgsbäche und Blockhalden tragen zur Artenvielfalt bei.


Für den niedersächsischen Teil des Nationalparks wurde 2005 ein Artenbericht herausgegeben, in dem alle bis dahin erfassten Arten aufgelistet sind.


Artenbericht 2005 (Niedersachsen)

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Einige Besonderheiten: Säuger

Rothirsch, Reh und Wildschwein sind beeindruckendes Wild. Seit kurzem schleicht ihnen in den Wäldern wieder ein großes Raubtier hinterher: der Luchs ist im Harz zurück! Die Wildkatze hat hier eines ihrer letzten Rückzugsgebiete. Mit 18 Vertretern ist die Zahl der Fledermausarten bemerkenswert.

Außergewöhnlich: Die Vogelwelt

Wanderfalke, Sperlingskauz, Raufußkauz, Auerhuhn, Schwarzstorch - das sind einige der ornithologischen Kostbarkeiten des Nationalparks. Vertreter hoher Lagen leben hier ebenso wie „Klassiker“ der Wälder: Amsel, Buchfink, Fitis, Grasmücken und Zaunkönig sorgen für Konzerte. Der seltene Schwarzspecht lebt hier im Nationalpark als eine von sechs Spechtarten. Spezialisten wie die Wasseramsel und die Ringdrossel beeindrucken durch Anpassung an ihre extremen Lebensräume.


Übersichtlich: Amphibien, Reptilien und Fische

Saures Wasser aus den Mooren, wenige Standgewässer, weite Fichtenwälder: große Teile des Nationalparks Harz sind nicht gerade ein Paradies für Kröten, Schlangen & Co. Anspruchslose, flexible Arten wie Grasfrosch, Bergmolch und Waldeidechse erschließen sich dennoch sämtliche Lagen. Überraschend wurde die Geburtshelferkröte auf 800 Metern Höhe gefunden. Auch Erdkröte, Feuersalamander, Blindschleiche und Ringelnatter sind im Nationalpark zu Hause. Fischen, wie z.B. Bachforelle und Groppe, bieten die Gebirgsbäche spezifische Lebensmöglichkeiten.


Heimliche Herrscher: Die Wirbellosen

Insekten und Spinnentiere sind für die Ökologie des Nationalparks von grundlegender Bedeutung. Wegen ihrer großen Artenzahl sind sie bisher nur zum Teil erforscht. Interessant für Insektenkundler sind Spezialisten für extreme Lebensräume oder kältere Lagen wie z.B. die Arktische Smaragdlibelle oder der Moor-Perlmutterfalter. Ganz besondere Insekten leben auf der Brockenkuppe: die flugunfähige Schneemücke und der ebenfalls Boden bewohnende „Schneefloh“ laufen auf besonnten Schneeflächen umher.


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