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Moorkartierung im Nationalpark

Eine aktuelle Untersuchung der Moorvegetation ermöglicht Rückschlüsse auf die Entwicklung der Moore in den letzten 40 Jahren.

Die Moore im Harz wurden 1987/1990 erstmals flächendeckend von Jensen für den Teil Niedersachsen beschrieben, wobei die zugrunde liegenden Daten aus den Jahren 1969 – 1975 stammten. Von Jensen wurde das gesamte sog. „Hochharzer Moorgebiet“ mit einer Ausdehnung von insgesamt 4.600 ha angegeben. Die Größe der eigentlich vermoorten Flächen beträgt 1.400 ha, die der baumfreien Moore 260 ha.


Jedes Moor wurde einem Moortyp zugeordnet und genau beschrieben. Dazu wurde die Moorvegetation untersucht und die typischen Pflanzengemeinschaften der Harzer Moore aufgenommen. Auch die Moorstrukturen, wie z. B. Bulten, Schlenken oder Entwässerungsgräben wurden erfasst und Aussagen zu den hydrologischen Verhältnissen gemacht.


Für die Moore in Sachsen-Anhalt, die sich hauptsächlich um den Brocken erstrecken, führte Ellwanger 1995 eine ähnliche flächendeckende Moorkartierung  durch.


Da diese Untersuchungen damit z.T. schon mehr als 30 Jahre zurückliegen, wurden in den Jahren 2002 bis 2009 abschnittsweise alle Hochmoore des Nationalparks durch Frau Dr. Baumann in ihrem aktuellen Bestand erfasst. Bei dieser neuen Untersuchung zeigte sich, dass in fast allen Mooren seit den letzten Kartierungen Veränderungen stattgefunden haben, die aber in den einzelnen Mooren durchaus unterschiedlich sind. Generell fand sich eine Zunahme der Fichten und zum Teil auch der Moorbirken. An einigen Stellen ist neues Moorwachstum zu beobachten.


Die Ergebnisse der Arbeiten von Frau Dr. Baumann wurden nach Abschluss der Arbeiten 2009 in der Nationalpark-Schriftenreihe veröffentlicht.


Allgemeine Informationen zu den Mooren im Nationalpark finden Sie hier.


Entwicklung der Moorvegetation im Nationalpark Harz

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