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Datum: 23.03.2017

Pflanzen auf schwermetallhaltigen Böden – Zur Bedeutung der Metallophyten-Vegetation des Harzes

Bildvortrag am 31. März beim NABU im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg

Der jahrtausende lange Bergbau hat im Harz zahlreiche Spuren hinterlassen. Doch er hat auch spezielle Lebensräume geschaffen, beispielsweise für Pflanzen, die einen Weg gefunden haben, auf Böden mit hohen Schwermetallgehalten zu leben. Dr. Hans-Ulrich Kison, bis zu seiner Pensionierung im vergangenen Jahr stellvertretender Leiter des Nationalparks Harz, wird das wenig bekannte Thema der Schwermetall-Pflanzen am Freitag, den 31. März um 19:00 Uhr im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg im Rahmen eines spannenden Bild-Vortrags beleuchten.

Schwermetalle sind uns meist als Problemfaktoren in unserer Umwelt ein Begriff, wenn es um Kontaminationen, Bodenbelastungen oder Giftwirkungen geht. Im Harz hat das vor allem in historischen Zeiten immer eine Rolle gespielt, aber auch heute sind die Zeugen der Vergangenheit noch vielfach zu sehen. Das sind sowohl die alten Hüttenplätze, die sich zumeist an Flussläufen befinden - z.B. Ecker und Innerste - als auch die "Pyramidenlandschaft" im Ostharz im Umfeld von Hettstedt, wo der Kupferschieferbergbau bis ins vergangene Jahrhundert betrieben wurde.

Für den einen sind das lediglich "Altlasten", aus dem Betrachtungswinkel des anderen sind dort wertvolle Lebensräume entstanden, die gerade heute durch das Europäische Naturschutznetzwerk NATURA 2000 sehr aufgewertet wurden.

Wie die Geschichte des Bergbaus und Hüttenwesens im Harz selbst, hat auch die Beschäftigung mit der sogenannten Schwermetallvegetation oder den Metallophyten (Schwermetall-Pflanzen) eine lange zurückreichende Tradition. Viele diesbezügliche Beobachtungen wurden erstmals überhaupt im Harz angestellt. Da dieser Aspekt hinter den vielfältigen geschichtlichen Besonderheiten des Harzes sehr im Hintergrund steht, ist er heute wenig bekannt.

Grund genug, einmal jene Pflanzen in den Mittelpunkt zu stellen, die einen Weg gefunden haben, mit dem giftigen Schwermetall zu leben und manches Interessante dazu zu berichten.

Der Eintritt ist frei, es besteht die Möglichkeit eine Spende zu geben.

Ort des Vortrages: Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, Erzwäsche 1, 37444 Sankt Andreasberg
Zeit:
19:00 Uhr -  Dauer: ca. 1,5 Std.


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