Wildnispfad Altenau – Station Buchen-Fichtenwälder

Buchen-Fichtenwälder

Je höher wir im Harz wandern desto rauer wird das Klima: die Temperatur sinkt, die Niederschläge nehmen zu. Das macht der sommergrünen Buche zu schaffen. Ab etwa 700 Metern ü. NHN lässt ihre Konkurrenzkraft nach. Der jährliche Neuaustrieb der Blätter kostet viel Energie, die in der kurzen Vegetationsperiode nicht wieder aufgefüllt werden kann. Zunehmend prägt die Fichte das Waldbild, die jetzt mit ihren immergrünen Nadeln im Vorteil ist.
Der schmale Übergangsbereich vom Buchen- zum Fichtenwald liegt im Harz zwischen 700 und 800 Metern ü. NHN. Hier finden Pflanzen-, Tier- und Pilzarten aus den Buchenwäldern der tieferen und den Fichtenwäldern der höheren Lagen einen gemeinsamen Lebensraum. So leben hier auch noch die Wildkatze, die eigentlich in den tieferen Lagen des Harzes vorkommt, oder der Rothirsch. Er ist in allen Höhenlagen des Harzes beheimatet.


Grafik mit Schwarzstorch, Wildkatze und Rothirsch Wildnispfad Altenau - Buchen-Fichtenwälder (Grafik: Riccarda Leporin / www.riccarda-leporin.com)

Schwarzspecht – Wanderer zwischen den Welten
Wurden die Bruthöhlen des Schwarzspechts im Harz früher nur in alten mächtigen Buchen der tieferen Lagen beobachtet, so sind sie heute im Nationalpark auch in alten Fichten bis in eine Höhe von 900 Meter ü. NHN verbreitet. Die Baumart ist also weniger entscheidend für den Baumeister des Waldes. Wichtiger für sein Vorkommen sind große zusammenhängende Waldgebiete und das Vorhandensein von alten Bäumen zum Bau seiner Bruthöhlen.




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