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Das große „Radio Brocken Baum-Schenken“

Jetzt mitmachen und die Rückkehr der Laubwälder im Nationalpark Harz unterstützen

Jetzt mitmachen und Baum-Schenker werden!

Wer den Nationalpark Harz bei der Starthilfe für die wilden Wälder von morgen unterstützen möchte, kann jetzt bei der Aktion "Das große Baum-Schenken" von Radio Brocken mitmachen und ganz unkompliziert zum Baum-Schenker werden. Für nur zwei Euro wird ein neuer Laubbaum im Nationalpark Harz gepflanzt. Dank der Aktion können schon jetzt weit mehr neue Bäume gepflanzt werden, als ursprünglich geplant war.

Auf der Aktionsseite kann sich jeder Baum-Schenker eine Urkunde ausstellen lassen. Außerdem gibt es dort Bilder und Plakate zum herunterladen, um diese tolle Aktion mit Freunden zu teilen und noch mehr Baumschenker zu inspirieren. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Baumschenken-Urkunde als nachhaltiges Geschenk für Naturfans?

Warum Bäume schenken?

Der Harzer Wald ist in der Klimakrise – das ist nicht mehr zu übersehen. Jahrhundertelang hat der Mensch die Harzer Wälder genutzt und verändert. Für den Harzer Berg­bau und die Reparationshiebe der Nachkriegszeit wurden große Teile der Harzer Laubwälder abgeholzt. Aufgeforstet wurde in den vergangenen Jahrhunderten mit schnellwachsenden Fichten, die ursprünglich im Harz nur oberhalb von rund 700 Höhenmetern wuchsen. Die gepflanzten Fichten sind allerdings nur wenig an ihre neuen Standorte angepasst. Vor allem die in den letzten Jahren stark zunehmenden Hitze- und Trockenperioden setzten den Fichten zu und machten sie anfällig – zum Beispiel für Borkenkäfer. Große Fichtenwaldbereiche sind abgestorben – und das nicht nur im Harz.

In tieferen und mittleren Lagen des Nationalparkgebietes im Harz, wo einst aus­gedehnte Laubwälder heimisch waren, unterstützt die Nationalparkverwaltung deren Rückkehr durch Pflanzungen, da oft Samenbäume fehlen. Von 2008 bis 2020 wurden im Nationalparkgebiet schon rund 5,2 Millionen Laubbäume gepflanzt - vor allem Rotbuchen, aber auch Ebereschen, Moorbirken, Bergahorne, Feldahorne, Weiden, Roterlen und punktuell Sommerlinden. Das Ziel für 2021 sind 600.000 neu gepflanzte Laubbäume.

Jede Baumspende hilft also bei der Rückkehr der ursprünglich heimischen Laubwälder und damit der wachsenden Wildnis im Harz!

 

„Mit den knappen Mitteln, die uns normalerweise zur Verfügung standen, hätten wir unsere Region nur selektiv bepflanzen können und den Rest den Mutterbäumen überlassen. Sie verteilen über die Jahre ihre Samen und lassen so nach und nach neues Leben entstehen. Jetzt können wir viel flächendeckender und deutlich schneller vorgehen. Die nächsten zwei Jahre sind entscheidend für den Wiederaufbau der Wälder. Aktuell befinden wir uns in einer sehr kritischen Phase, aufgrund der anhaltenden klimatischen Veränderungen. Genau in dieser Zeit sind die Spenden so wichtig und auch motivierend für uns.“

Dr. Friedhart Knolle, Pressesprecher Nationalpark Harz

Warum wird in einem Nationalpark überhaupt gepflanzt?

Alle Waldgebiete, so auch der Nationalpark Harz, zeigen die Auswirkungen der Klimakrise mehr als deutlich. In über 70 % des Nationalparks übernimmt die Natur die Regie und zeigt uns, welchen Wald sie unter den heutigen Klimabedingungen eigenständig wachsen lässt. Hier gilt auch im Harz das weltweite Nationalparkmotto: Natur Natur sein lassen.

In den übrigen Bereichen geben wir noch Hilfe zur Selbsthilfe. In tieferen und mittleren Lagen waren einst ausgedehnte Laubwälder heimisch - ihre Rückkehr unterstützen wir durch die Initialpflanzungen, da Samenbäume fehlen. Diese erfolgen in Abhängigkeit von der Höhenlage nur in der Naturentwicklungszone des Nationalparks. Sie nimmt aktuell noch rund 28 % der Schutzgebietsfläche ein.

In den Hochlagen ab etwa 750 Höhenmetern ist die Fichte von Natur aus heimisch. Hier werden keine Laubholzpflanzungen durchgeführt. Hier führt die Natur selbst und erfolgreich Regie. Zahlreiche junge Fichten wachsen bereits ganz aus eigener Kraft nach. 

Baum-Schenken für die wilden Wälder von morgen

Als im Mai der Startschuss für "Das große Baum-Schenken" von Radio Brocken fiel, ahnten der Sender und wir vom Nationalpark Harz noch nicht, welchen Nerv wir damit in der Region treffen würden. Zehntausende Radio Brocken-Hörer und immer mehr ansässige Firmen folgen seitdem Woche für Woche dem Aufruf und unterstützen die Aktion mit Geldspenden sowie kreativen Ideen, um sie in ganz Sachsen-Anhalt und im Umkreis bekannt zu machen.

Wir sagen DANKE, DANKE, DANKE und macht bitte weiter so! Ihr seid toll!!!!

„Vielleicht verzichtet der ein oder andere bei dem eher weniger frühlingshaften Wetter ja auf eine Kugel Eis und investiert die zwei Euro in einen Baum? Oder macht seinen Liebsten mit ein paar Bäumen eine Freude anstelle eines Blumenstraußes? Es gibt so viele schöne Ideen und Anlässe, von denen uns unsere Hörer erzählen, die uns wirklich sehr berühren.

 

Klimaschutz und der Erhalt unserer Natur spielen ganz offensichtlich eine große Rolle für unsere Hörer. Die Themen beginnen eben direkt vor unserer Haustür und nicht fernab in anderen Ländern. Es ist toll, dass wir gemeinsam ein neues Bewusstsein dafür schaffen und alle zusammen einen Beitrag für die Zukunft unserer Region leisten. Wir sind mega stolz drauf und hoffen, dass sich noch viele weitere Baum-Schenker an der Aktion beteiligen werden“

Radio Brocken Morgenshow-Moderatorin Amrei Gericke