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Pflanzaktionen im Nationalpark Harz

Unterstützung für die Rückkehr der Laubwälder im Harz

In über 70 % des Nationalparks übernimmt die Natur die Regie. In den übrigen Bereichen geben wir ihr noch Hilfe zur Selbsthilfe. Zum Beispiel mit der Pflanzung von Laubbäumen, wo Samenbäume für deren Rückkehr in ihre angestammten Areale fehlen. Bei unseren öffentlichen Baumpflanzaktionen können Sie Teil dieser Starthilfe für die wilden Wälder von morgen werden.

Im Herbst 2021 planen wir Baumpflanzaktionen im Zeitraum vom 8. Oktober bis 13. November für Einzelpersonen, Familien und Kleingruppen bis 8 Personen. Eine Anmeldung ist ab dem 15. September 2021, 11:00 Uhr möglich und für die Teilnahme zwingend erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist wegen Corona pro Termin auf insgesamt max. 20 Teilnehmer beschränkt. Bitte beachten Sie, dass sich je nach Entwicklung der Corona-Lage auch kurzfristige Änderungen ergeben können.

An nachstehenden Terminen werden Pflanzaktionen jeweils am Freitagnachmittag (13:00 Uhr) sowie Samstagsvormittag (9:00 Uhr) und -nachmittag (13:00 Uhr) angeboten:

8.10.2021 und 9.10.2021 – Nationalparkrevier Torfhaus
Treff: Waldparkplatz Jermerstein nördlich Braunlage (zwischen Königskrug und Braunlage, Abfahrt Braunlage-Nord)

15.10.2021 und 16.10.2021 – Nationalparkrevier Oderhaus
Treff: B 4 Königskrug, Parkplatzschleife

22.10.2021 und 23.10.2021 – Nationalparkrevier Ilsenburg
Treff: Ilsenburg, Ilsetal hinter dem Waldhotel

22.10.2021 und 23.10.2021 – Nationalparkrevier Acker
Treff: Riefensbeek-Kamschlacken, oberes Ortseingangsschild

5.11.2021 und 6.11.2021 – Nationalparkrevier Scharfenstein
Treff: Ilsenburg, Ilsetal oberhalb des Waldhotels

12.11.2021 und 13.11.2021 – Nationalparkrevier Schluft
Treff: Lonau an der Nationalpark-Informationsstelle im Dorfgemeinschaftshaus

Nachstehend noch einige Informationen zu den Pflanzaktionen:

  • Die Gesamtgruppengröße ist auf 20 Personen beschränkt.
  • Sie sollten für die Pflanzaktion 3 - 4 Stunden reine Arbeitszeit einplanen.
  • Robuste Arbeitskleidung, festes Schuhwerk und Arbeitshandschuhe sind mitzubringen und Voraussetzung für eine Teilnahme.
  • Arbeitsgeräte und Pflanzen stellt der Nationalpark.
  • Verpflegung bringen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen selbst mit.
  • Kosten für die Teilnahme entstehen nicht.

Wir müssen Sie leider darauf hinweisen, dass die Durchführung der oben genannten Veranstaltungen stark von der zum jeweiligen Zeitpunkt aktuellen Lage der Corona-Pandemie und den entsprechenden Verordnungslagen in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt abhängen wird.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme an den Pflanzaktionen im Nationalpark Harz.

Warum wird in einem Nationalpark überhaupt gepflanzt?

Alle Waldgebiete, so auch der Nationalpark Harz, zeigen die Auswirkungen der Klimakrise mehr als deutlich. In über 70 % des Nationalparks übernimmt die Natur die Regie und zeigt uns, welchen Wald sie unter den heutigen Klimabedingungen eigenständig wachsen lässt. Hier gilt auch im Harz das weltweite Nationalparkmotto: Natur Natur sein lassen.

In den übrigen Bereichen geben wir noch Hilfe zur Selbsthilfe. In tieferen und mittleren Lagen waren einst ausgedehnte Laubwälder heimisch - ihre Rückkehr unterstützen wir durch die Initialpflanzungen, da Samenbäume fehlen. Diese erfolgen in Abhängigkeit von der Höhenlage nur in der Naturentwicklungszone des Nationalparks. Sie nimmt aktuell noch rund 28 % der Schutzgebietsfläche ein.

In den Hochlagen ab etwa 750 Höhenmetern ist die Fichte von Natur aus heimisch. Hier werden keine Laubholzpflanzungen durchgeführt. Hier führt die Natur selbst und erfolgreich Regie. Zahlreiche junge Fichten wachsen bereits ganz aus eigener Kraft nach.