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Datum: 24.07.2025

Füttern bringt Wildtiere in Gefahr

Nationalparkverwaltung Harz bittet Besuchende, keine Füchse
zu füttern

Wildtiere in freier Wildbahn zu beobachten ist ein besonderes Erlebnis. Um ihnen so nahe wie möglich zu kommen, locken Besucherinnen und Besucher des Nationalparks Harz vor allem Füchse zunehmend mit Nahrung an. Unglücklicherweise mit Erfolg. Die Tiere gewöhnen sich an die Nähe der Menschen und verlieren ihre natürliche Scheu. Manche Nationalparkgäste vermuten auch, die zutraulichen Tiere suchten Menschen auf, da sie Hunger litten und Hilfe benötigten. Was die meisten allerdings nicht wissen: Sie bringen die Tiere mit ihrer gutgemeinten Aktion in Gefahr.

„Gerade jetzt im Sommer sind an den stark besuchten Orten im Schutzgebiet oft auch sehr
viele Füchse zu sehen, die die menschliche Nähe geradezu suchen“, sagt Henning Möller, Leiter der Nationalparkwacht des Nationalparks Harz. Dabei handelt es sich häufig um Jungfüchse, die noch lernen, allein zurecht zu kommen. „Solche Tiere wecken leicht Mitgefühl: Man möchte helfen und bietet Futter an“. Für die Füchse ist das zwar eine leichte und verlockende Nahrungsquelle, doch was nach Tierliebe aussieht, kann ernste Folgen haben.

Füchse, die regelmäßig gefüttert werden und ihre natürliche Scheu vor dem Menschen verloren haben, bringen sich oft selbst in Gefahr, gerade an Parkplätzen und Straßenrändern. Zudem verlieren sie die Gewohnheit, sich auf natürliche Weise zu ernähren und werden so nicht selten zum „Problemtier“, das letztendlich getötet werden muss. Neben der Gewöhnung an Menschen birgt auch das angebotene Futter selbst Risiken: Essensreste oder ungeeignete Nahrungsmittel können gesundheitsschädlich sein, gerade für Jungtiere. Auch erhöht sich an regelmäßigen Fütterungsstellen die Ansteckungsgefahr mit Parasiten oder Viren.

„Grundsätzlich ist das Füttern von Wildtieren außerhalb von Notzeiten auch untersagt“, weiß
Jasper Tramp, der im Wildtiermanagement im Nationalpark Harz tätig ist. „In den Jagdgesetzen der Bundesländer des Nationalparkgebiets, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, stellt dies eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit hohen Bußgeldern geahndet werden kann. Diese Gesetze haben auch für den Nationalpark ihre Gültigkeit.“

„Unser Ansatz ist hier allerdings Aufklärung statt Strafe“, sagt Henning Möller. „Deshalb
sprechen unsere Rangerinnen und Ranger und Waldarbeiter der Nationalparkverwaltung
während der täglichen Gebietskontrolle mit den Menschen und informieren Sie über die
Gefahren und Verbote.“ Das stoße in den allermeisten Fällen auf Verständnis. Aber auch die
Verhängung empfindlicher Bußgelder kann erforderlich werden.

So faszinierend Füchse auch sind – bitte beobachten Sie sie nur aus der Ferne und verzichten
Sie auf das Füttern. Lassen Sie die Natur Natur sein, ganz nach dem Motto aller Nationalparke.

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