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Datum: 17.02.2023

Waldbrandprävention: Konzeptionelle Ausrichtung des Brandschutzes für das Großschutzgebiet gemeinsam besprochen

Nationalparkverwaltung traf Kreisbrandmeister und Vertreter der Landkreise zu Beratung in Wernigerode

Die Harzer Nationalparkverwaltung hat die für den Brandschutz zuständigen Vertreter aller drei, das Gebiet des Nationalparks abdeckenden Landkreise Göttingen, Goslar und Harz zu einer Besprechung zum Brandschutz im Schutzgebiet in Wernigerode begrüßt. Teilnehmer waren neben Nationalparkleiter Dr. Roland Pietsch und der für Waldbehandlung im Nationalpark zuständigen Fachbereichsleiterin Sabine Bauling die drei Kreisbrandmeister Uwe Fricke (Goslar), Karsten Krügener (Göttingen) und Kai-Uwe Lohse (Harz) sowie die Leiter der Ordnungsbehörden der drei Kreisverwaltungen und die für den Harz zuständigen Waldbrandbeauftragten.

Auf Basis der Erfahrungen der Brände des vergangenen Sommers wurde das weitere gemeinsame Vorgehen besprochen. Das Treffen ist die Fortsetzung regelmäßiger Beratungen zwischen Schutzgebietsverwaltung und Brandschützern und setzte damit die Tradition des guten und konstruktiven Austauschs fort.

Vorbereitung für mögliche künftige Waldbrandereignisse

Dr. Pietsch erläuterte den Brandschutzexperten, wie sich die Nationalparkverwaltung auf mögliche künftige Waldbrandereignisse vorbereitet hat, stellte die bereits umgesetzten sowie geplante Maßnahmen zum Brandschutz vor und bat für deren weitere Konzeptionierung um Unterstützung. Denn der Nationalparkverwaltung ist sehr an einer zügigen Konkretisierung der Vereinbarungen und des Brandschutzes insgesamt zusammen mit den Verantwortlichen der Landkreise gelegen, für die diese dringend die Unterstützung der Fachleute benötigt.

Frank-Michael Kruckow, Leiter des Fachbereichs Ordnung, Verkehr und Bevölkerungsschutz beim Landkreis Goslar, begrüßte das Treffen der Runde als länderübergreifenden Expertenkreis für den vorsorgenden Waldbrandschutz im gesamten Nationalpark: „Wir – die drei Landkreise, der Nationalpark Harz und die Landesforsten – sind Partner und kümmern uns gemeinsam um ein Waldbrandschutzkonzept." Die Nationalparkverwaltung wird dafür kurzfristig zu weiteren Gesprächen mit den Experten einladen.

Die Leitungen der Nationalparke Deutschlands hatten sich bereits im November in Bad Schandau in der Sächsischen Schweiz getroffen und über die Themen Waldbrand, Waldbrandprävention und Besucherverhalten sowie über die Erfahrungen der jüngsten großen Waldbrandereignisse in der Sächsischen Schweiz und im Harz beraten. Besprochen wurden dabei ebenfalls Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes, die Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften im Alltag und im Einsatzfall sowie Strategien zu deren Unterstützung z. B. durch den Einsatz von Personal, Fahrzeugen und Forstmaschinen. In den Gebieten ist man sich einig, dass diese Aufgabe nur gemeinsam mit den Kommunen und den Feuerwehren bewältigt werden kann, in deren Hoheit die Brandvorsorge und das Löschen von Waldbränden liegt.

Die Nationalparke übernehmen im Allgemeinen die Brandnachsorge und tragen auch für die Waldbrandvorbeugung Mitverantwortung. Dem wird in den Schutzgebieten bereits in unterschiedlicher Weise nachgekommen. Neben präventiven Maßnahmen wie z. B. Rettungswegekonzepten, der Einrichtung zusätzlicher Löschwasserentnahmestellen, mit den Einsatzkräften abgestimmte Waldbrandeinsatzkarten und regelmäßige Brandschauen mit den örtlichen Feuerwehren im Gebiet, sehen die Nationalparke eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Feuer im Wald als eine Schwerpunktaufgabe der kommenden Jahre an.

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