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Datum: 19.06.2020

Waldwandel am Brocken erleben und verstehen

Weitere Themeninseln und Multimedia-Station im Nationalparkhaus Schierke installiert

Rund um den Brocken zeigt sich der Waldwandel in seiner ganzen Intensität. Die dramatischen Veränderungen werfen bei vielen Brockengästen Fragen auf. Deshalb entstanden über den Winter 2019/2020 eine Multimedia-Station im Nationalparkhaus Schierke und insgesamt vier Themeninseln entlang der Brockenstraße. Die noch ausstehenden Infopunkte wurden in den letzten Tagen installiert. So kann sich der interessierte Brockenwanderer nun direkt und umfassend zu den Waldbildern informieren, die ihm aktuell auf seiner Wanderung zum Gipfel begegnen. Anhand von Panoramafotos und passenden Sichtachsen lässt sich die voranschreitende Entwicklung hin zur Wildnis an den jeweiligen Standorten zudem künftig gut vergleichen.

Unter dem Motto „Baustelle Natur - Hier baut die Natur die neue Wildnis" erlauben die Themeninseln Einblicke hinter die Kulissen des aktuell rasant beobachtbaren Waldwandels und erläutern, warum tote Bäume im Nationalpark nicht das Ende des Waldes, sondern den Beginn der neuen Waldwildnis einläuten. Sie erklären, warum und wo der Nationalpark noch in Naturgeschehnisse eingreift, warum mancherorts Laubbäume gepflanzt werden, was bei der Borkenkäfersicherung geschieht oder warum nach Verkehrssicherungsmaßnahmen manchmal halbe Bäume an den Wegrändern verbleiben. Auch ein Blick auf die Besonderheiten des Brockenurwaldes fehlt natürlich nicht.

Als Startpunkt für die Wanderung empfiehlt sich ein Besuch im direkt an der Brockenstraße gelegenen Nationalparkhaus Schierke. Neben zahlreichen Infos rund um den Brocken können sich Besucher an einer neuen Multimedia-Station zum Waldwandel mit Infofilmen, Tourenvorschlägen und zahlreichen Hintergrundfakten auf ihre Brockenwanderung einstimmen. Wer möchte kann dabei gleich noch einen der neuen Sonderstempel der Harzer Wandernadel für das Abzeichen „Wildnis-Entdecker" einsammeln.

Die erste Themeninsel befindet sich gleich hinter dem Nationalparkhaus auf einer barrierefrei zugänglichen Infoplattform. Weitere folgen kurz vor der Schluftwasser-Kurve, am sogenannten Kino und an der Einmündung des Goetheweges auf die Brockenstraße.

Auf dem Gipfel angekommen, lohnen sich ein Besuch im Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus mit seiner großen Multimedia-Ausstellung zum Waldwandel zur Wildnis, ein Besuch im Brockengarten und eine der ab 1. Juli wieder startenden Touren mit dem Ranger um die Brockenkuppe. Auch hier erfährt man viel Wissenswertes und es winkt jeweils ein Stempel der Harzer Wandernadel für angehende „Wildnis-Entdecker“.

Für Brockengarten und Ranger-Führung ist aktuell jedoch eine Voranmeldung nötig und die Teilnehmerzahl ist jeweils auf 10 Personen begrenzt. Der rund 1,6 Kilometer lange Brocken-Rundweg mit seinen Infotafeln zur besonderen Fauna und Flora der Brockenkuppe ist aber auch ohne Rangerbegleitung sehr empfehlenswert.

Wenn möglich, sollte der für Rundwegsführungen und Brockengarten-Besichtigungen notwendige Teilnehmerbogen vorab heruntergeladen und ausgefüllt zur Veranstaltung mitgebracht werden. Alle wichtigen Informationen und Hinweise zu Einschränkungen finden Sie unter www.nationalpark-harz.de/corona.


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