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Datum: 02.07.2018

Brockengarten ist Gartentraum

Wirtschaftsminister Armin Willingmann übergibt offizielle Plakette des Gartenträume-Netzwerks

„Der Brockengarten ist ein echtes Highlight unserer Gartenträume – und das gleich mehrfach", sagte Willingmann. "So liegt er einerseits auf mehr als 1.100 Metern auf dem höchsten Harz-Gipfel und gehört andererseits zu den ältesten arktisch-alpinen Gärten Europas. Schließlich wurde er bereits 1890 von der Universität Göttingen angelegt. Wer den Brocken besucht, der sollte auch einen Rundgang durch den Brockengarten machen und die erstaunliche Pflanzenwelt aus verschiedenen Hochgebirgs-Regionen der Welt entdecken.“

Der Brockengarten wurde 1890 vom damaligen Direktor des Botanischen Gartens der Georg-August-Universität Göttingen, Prof. Dr. Albert Peter, angelegt. Die dafür benötigte Fläche von rund 4.600 m² stellte das Fürstenhaus zu Stolberg-Wernigerode zur Verfügung. Der Garten hat eine bewegte Geschichte hinter sich: In Folge der Weltkriege ruhten die Arbeiten jahrelang, ebenso wie in der Zeit, als der Brocken militärisches Sperrgebiet war. Nach der Wende wurden die ehemals bewirtschafteten Flächen durch die Universitäten Halle und Göttingen sowie den Nationalpark Harz neu angelegt. Heute können die jährlich rund 8.000 Besucher bei einer Führung wieder ca. 1.500 Pflanzenarten aus Hochgebirgs-Regionen erleben.

Andreas Pusch, Leiter des Nationalparks Harz, nahm die Auszeichnung entgegen und erklärte: „Nirgendwo sonst im Nationalpark treffen die Ansprüche verschiedenster Nutzergruppen und der notwendige Schutz der einmaligen Natur so direkt aufeinander wie auf dem Brockengipfel. Der Brockengarten steht beispielhaft für die Vereinbarkeit des Schutzes der sensiblen Lebensräume von Brockenanemone und Ringdrossel mit der Aufgabe Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung. Auf dem einzigen von Natur aus waldfreien Gipfel deutscher Mittelgebirge zeigt dieser attraktive botanische Garten, wie die Pflege besonderer Habitate, der Artenschutz und die Betreuung der vielen Besucher miteinander verbunden werden können. Die Aufnahme des Brockengartens in das Netzwerk „Gartenträume“ ist dabei eine wunderbare Anerkennung der Arbeit des Nationalparks an diesem besonderen Ort.“

Auch Matthias Wagener, Geschäftsführer Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB), gratulierte: „Wir freuen uns sehr über diese besondere Würdigung des Brockengartens und die damit verbundene weitere Aufwertung eines der beliebtesten Reiseziele unseres Landes für die Gäste aus Nah und Fern.“

Die Landesregierung Sachsen-Anhalts hatte im Oktober 2017 beschlossen, die touristische Markensäule „Gartenträume“ um neun Orte zu erweitern. Damit umfasst das Netzwerk insgesamt 50 historische Gärten und Parks, die jährlich von schätzungsweise rund zwei Millionen Gästen besucht werden.


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