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Datum: 23.10.2017

Neues Luchs-Denkmal im Nationalpark Harz eingeweiht

Anerkennung für die erfolgreiche Wiederansiedlung des Luchses im Harz

Fast 200 Jahre war der Luchs im Harz ausgestorben. Der bekannte Luchsstein bei Lautenthal erinnert noch heute an die Jagd des letzten Harzer Luchses im Jahr 1818. Bereits 1817 fand am Brocken ein anderes Luchsmännchen sein Ende. Heute ist der Luchs im Harz wieder heimisch und breitet sich von hier in andere Regionen aus. Die erfolgreiche Wiederansiedlung des Luchses 200 Jahre nach den letzten Luchsjagden war nun der Anlass, einen Konterpart zum Luchsstein zu schaffen. Am 20.10.2017 wurde das neue Denkmal mit einem kleinen Festakt eingeweiht.

Der Goslarer Mäzen Dietrich Steinhausen stiftete für das neue Luchs-Denkmal eine von der Harzer Künstlerin Anna Barth geschaffene Bronzeplastik. Sie steht auf einem Harzer Diabas aus dem Huneberg-Steinbruch. Der Bronzeluchs findet sich am Kaiserweg bei Torfhaus an der nunmehr „Luchsbrücke“ genannten Überquerung der Abbe. 

Ganz in der Nähe dieses Ortes befand sich das Luchs-Auswilderungsgehege, aus dem alle zwischen 2000 und 2006 im Nationalpark Harz ausgewilderten Luchse ihren Weg in die Freiheit begannen. Das Denkmal steht somit – wie auch der Luchsstein nahe des Sternplatzes bei Lautenthal – an einem historischen Ort.

Die Präparate der beiden 1817 und 1818 erlegten Luchse existieren übrigens heute noch im Naturhistorischen Museum in Braunschweig bzw. im Harzmuseum in Wernigerode. Ob dies jedoch die letzten beiden echten Harzluchse waren, darf bezweifelt werden. Viel wahrscheinlicher ist es, dass es sich um zwei Zuwanderer handelte, die Jahrzehnte nach der eigentlichen Ausrottung den Weg in das Mittelgebirge gefunden hatten.


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