Was ist ein Nationalpark?
Das Motto der Nationalparke lautet „Natur Natur sein lassen“.
Nationalparke sind Landschaften, in denen Natur sich selbst und ihren eigenen Gesetzen überlassen bleibt. Sie schaffen oder bewahren Rückzugsgebiete für wildlebende Pflanzen und Tiere und sind deshalb unverzichtbar für die biologische Vielfalt und den Artenreichtum unserer Erde. Gleichzeitig sichern sie notwendige Erfahrungsräume für Umweltbildung und Forschung und binden so den Menschen wieder ein. Darüber hinaus erhöhen die Nationalparke die Attraktivität ihrer Region und tragen dadurch zu ihrer wirtschaftlichen Entwicklung bei.
Nationalparke – eine weltweite Idee
Der erste Nationalpark der Welt, der Yellowstone Nationalpark in Nordamerika, entstand 1872. Seine Begründer wollten die Naturwunder schützen, sie vor jeglicher Nutzung bewahren und für ihre Nachfahren erhalten. Dies war notwendig, nachdem große Teile des Landes in einem maßlosen Raubbau erschlossen worden waren. Deshalb war zu befürchten, dass auch weitere Naturschönheiten kommerziellen Interessen zum Opfer fallen würden.
Die grundlegende Idee von Yellowstone hat sich weltweit durchgesetzt. Heute gibt es weltweit ca. 5.000 Nationalparke. Die landschaftliche Vielfalt reicht von Gebieten mit überwiegendem Anteil an Meer und Küste über Wald-Areale bis hin zu Sumpf- und Moorlandschaften oder Teile von Mittel- und Hochgebirgen. In Deutschland gibt es vom Wattenmeer bis zu den Alpen 14 Nationalparke.
Weitere Informationen zu den Nationalparken in Deutschland erhalten Sie auf der Internet-Seite der Nationalen Naturlandschaften.
Wenn Sie mehr über das Leitbild der deutschen Nationalparke im Vergleich zu Biosphärenreservaten und Naturparken wissen möchten, finden Sie hier eine Broschüre der Dachorganisation der Großschutzgebiete Deutschlands - EUROPARC (Download: pdf-Datei, ca. 900 KB).