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Natur schützen


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Die Wälder des Nationalparks

Eine Wanderung durch den Nationalpark führt durch viele verschiedene Waldgesellschaften

Unsere Wanderung beginnt im Buchenwald der tieferen Lagen des Harzes. Wenn er im Frühjahr noch lichtdurchflutet ist, überziehen Frühjahrsblüher wie der Bärlauch den Waldboden. Im Sommer hat sich das Kronendach der Buchen geschlossen. Nur wenig Licht gelangt jetzt noch an den Boden. Es bietet einigen Gräsern und Zwergsträuchern ein Auskommen. Schwarzspecht und Schwarzstorch leben in den Buchenwäldern des Nationalparks. Auch die Wildkatze fühlt sich hier wohl.

Ein Hang führt in einen Schluchtwald hinab. Zu feucht ist es hier für die Rotbuche; dafür überschatten Erlen, Eschen und Berg-Ulmen eine reiche Krautschicht. Der Alpen-Milchlattich und die Mondviole können hier gedeihen. An den Hängen wachsen üppige Farne. Zahlreiche Vogelstimmen sind zu hören. Am Boden huscht eine Ringelnatter vorbei.

Beim Aufstieg in ca. 750 Metern wird es heller und auch kühler. Im Buchen-Fichten-Mischwald kämpfen Bergfichten und Bergahorn gegen die konkurrenzstarke Rotbuche an. Hier ist das Reich des Auerhahns, der aber nur selten zu sehen ist. Stattdessen blicken zwei große Augen aus einer ehemaligen Spechthöhle: der seltene Raufußkauz hält Ausschau.

Eine raue Waldwildnis löst den schmalen Mischwaldstreifen ab. Hier, in 800 bis 1000 Metern Höhe, ist das Reich der Bergfichte. Nur Eberesche, Birken und einige Weiden können neben ihr bestehen. Gräser bedecken den Boden, Moose und Flechten Baumrinde und Felsblöcke. Es wachsen zahlreiche Pilze. In den lichten Bereichen wächst eine seltene Baumart: die Karpatenbirke. Die Rufe des Fichtenkreuzschnabels ertönen. Haubenmeise, Tannenhäher und Erlenzeisig stimmen mit ein. Mit etwas Glück kann auch der seltene Sperlingskauz beobachtet werden. Schließlich wird der Wald lichter. Erste Baumkrüppel stemmen sich gegen den immer stärker werdenden Wind.

: Schluchtwald im Eckertal
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