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Natur schützen


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Kostbar: Die Harzer Moore

Die Harzer Moore sind weitgehend in ihrer Ursprünglichkeit erhalten und bieten Lebensraum für besondere Tier- und Pflanzenarten.

Dunkles Wasser schimmert zwischen Moospolstern. Einige Baumkrüppel ragen schief empor. Manchmal liegt ein herber Geruch in der Luft. Vom Aussterben bedrohte Schmetterlinge wie der Moosbeeren-Grauspanner leben hier. Die seltene Alpen-Smaragdlibelle  und auch die  Arktische Smaragdlibelle schwirren lautlos durch die Luft. Es ist eine stille Landschaft, durch die an einigen Orten Stege eine sichere Wanderung ermöglichen.

Die Harzer Moore haben ihre Ursprünglichkeit weitgehend bewahrt - und sind bis über 7 Meter mächtig. Versuche, den Torf zu stechen, schlugen fehl: Sein Abbau bereitete zu viele Schwierigkeiten. Im rauen Klima trocknete er nicht. Die Harzer Moore haben heute eine europaweite Bedeutung für Naturschutz und Wissenschaft. Ihre Entstehung verdanken sie dem Harzer Klima: Feuchtkühle Bedingungen und undurchlässiger Untergrund ließen nach der Eiszeit vernässte Bereiche entstehen. Hier wurde Moorwachstum möglich, da abgestorbene Pflanzen nur teilweise zersetzt wurden. Vor allem aus abgestorbenem Torfmoos entwickelten sich allmählich mächtige Moorkörper.

Vom Regen abhängig - Hochmoore

Aufgewölbte Flächen weisen auf ein Hochmoor hin. Massenhaft wächst hier das Scheidige Wollgras. Hochmoore sind dem Untergrund entwachsen, die Feuchtigkeit entstammt ausschließlich dem Regenwasser. Sie sind extrem nährstoffarm, was eine Pflanze, den Rundblättrigen Sonnentau, zum Insektenfresser macht. Einige Zwergsträucher sind ebenfalls charakteristisch, darunter Heidel-, Krähen-, Moos- und Preiselbeere sowie ein Überrest der letzten Eiszeit: die Rosmarinheide.

Den Lebensraum Moor erkunden Sie am besten ausgehend von Torfhaus. Starten Sie Ihren Besuch im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus und wandern Sie dann auf einem Bohlensteg über das „Große Torfhausmoor“.




Sehr genaue Informationen über die Vegetation der Harzer Moore bietet das Buch „Entwicklung der Moorvegetation im Nationalpark Harz“ von Dr. Kathrin Baumann.


Entwicklung der Moorvegetation im Nationalpark Harz

PDF (nicht barrierefrei), 197 KB

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