Rund um den Erdbeerkopf - Feuersteinklippen
Länge: 1 – 7 km
Dauer: 0,5 – 3 Stunden
Mit der Gründung der Nationalparke Hochharz und Harz in den Jahren 1990 und 1994 ist es gelungen, eine der interessantesten Landschaften in Mitteleuropa unter Schutz zu stellen. Im Jahr 2006 fand der Zusammenschluss beider Parke zum gemeinsamen Nationalpark Harz mit einer Größe von ca. 25.000 ha statt. Geschützt werden unterschiedlichste Waldtypen, Moore, Felsbereiche und Fließgewässer.
Informationen zu Wanderungen rund um Schierke erhalten Sie im Nationalparkhaus Schierke am westlichen Ortsausgang an der Brockenstraße. Die Nationalpark-Ranger beantworten Ihre Fragen täglich zwischen 8.30 Uhr und 16.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Das Wandergebiet „Rund um den Erdbeerkopf“
Für dieses Gebiet empfehlen wir zwei Wanderwege, die sich gegenseitig ergänzen und durch Abkürzungen variiert werden können. Sie wandern durch einen Fichtenforst, der im 18. Jahrhundert entstanden ist. Diese Monokulturen werden im Nationalpark Harz in einen naturnahen Wald umgewandelt. Aus einem Fichtenforst entstehen wieder Mischwälder mit Fichten, Buchen und Bergahorn. Entlang der Bäche werden Erlen, Weiden und Ebereschen gepflanzt. Zum Schutz der jungen Bäume sind Zäune notwendig, die Sie auf Ihrer Wanderung sehen werden.
Rundwanderweg 1
Ausgangspunkt für diesen Weg ist der Parkplatz am Schierker Stern. Sie folgen zunächst dem Ackerweg, an den Feuersteinwiesen entlang, zur Quesenbank. Diese im Frühjahr und Sommer reich blühenden Bergwiesen sind - wie übrigens alle Wiesen im Harz - vom Menschen geschaffen. Am Rande des Nationalparks werden sie als Zeugnis früherer Viehwirtschaft erhalten. Es bietet sich ein herrlicher Ausblick auf die östliche Harz-Hochfläche. Hier feiert Schierke jährlich seinen berühmten Kuhball, der an alte Traditionen erinnert.
Auf dem weiteren Weg zur Spinne erblicken sie den Hohnekopf und den Trudenstein. Die Spinne, an der sich mehrere Wege kreuzen, erreichen Sie nach ca. 1 Stunde.
Bald kommen Sie zum geschichtsträchtigen Jakobsbruch mit der Ruine einer alten Glashütte. Dieses Gebiet war bis Anfang des 19. Jahrhunderts ein weitläufiges Moor (Bruch), das nach früheren forstlichen Entwässerungsmaßnahmen heute zu einem naturnahen Fichtenwald geworden ist. Sie erreichen den Ahrensklint, von dem Sie Ausblick nach allen Richtungen haben (Hohnekamm – Erdbeerkopf – Barenberg – Schierke – Wurmberg – Königsberg – Brocken). Der Abstieg führt unterhalb des Erdbeerkopfes vorbei an den Feuersteinklippen zum Bahnhof Schierke. Parallel zur Hauptstraße geht es auf dem Mandelholzer Weg zurück zum Parkplatz am Schierker Stern.
Rundwanderweg 2
Startpunkt für diesen Wanderweg ist der Schierker Parkplatz „Am Thälchen“. Ein steiler Anstieg führt in Richtung Bahnhof, dann geht es weiter auf bequemen Wegen zur Spinne. Von dort gelangt man auch zu den Wandergebieten des Hohnekamms, von Drei Annen Hohne und des Renneckenbergs mit Zeterklippe.
Sie gehen jetzt den Glashüttenweg weiter. Nach ca. 250 Metern erreichen Sie einen wunderbaren Ausblick auf die Grenz- und Leistenklippen. Vorbei an einer Waldumbau-Fläche kommen Sie bald zum Ahrensklint. Der Rückweg erfolgt wie beim Rundweg 1.
Kontakt
Nationalparkhaus Schierke, Tel. 03 94 55 / 4 77
Kurverwaltung Schierke, Tel. 03 94 55 / 86 80, www.schierke-am-brocken.de
Impressum
Nationalpark Harz, Lindenallee 35, 38855 Wernigerode
Tel. 0 39 43 / 55 02 - 0, Fax 0 39 43 / 55 02 - 37
poststelle@nationalpark-harz.de
Text: S. Sandtner
2009